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Vertiefte Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg: Treffen der Außenminister der EU, Lateinamerikas und der Karibik  

Lateinamerika- und Karibik-Konferenz im Auswärtigen Amt

Flaggen stehen während der Lateinamerika- und Karibik-Konferenz im Auswärtigen Amt. Mehr als 20 Außenminister aus der Region nehmen an der mehrtägigen Konferenz teil., © picture alliance/dpa | Ralf Hirschberger

11.12.2020 - Artikel

Am 14. Dezember treffen sich 49 Außenminister der EU, Lateinamerikas und der Karibik. Auf der Agenda: gemeinsame Pandemiebekämpfung, Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Digitalisierung, für eine nachhaltige Wirtschaft und bei der Bekämpfung von Klimawandel und für den Erhalt der Biodiversität.

 

Die EU und die Länder Lateinamerikas teilen zahlreiche Werte und Interessen: Lateinamerika ist eine der am stärksten demokratisierten Regionen der Welt. Mit vielen dieser Länder treten wir für eine Stärkung der internationalen Ordnung ein, einschließlich des fairen und regelbasierten Handels. Deutschland hat es zu einem Ziel seiner EU-Ratspräsidentschaft erklärt, die Verbindungen zwischen der EU und Lateinamerika und der Karibik zu stärken. Auf Einladung der deutschen Ratspräsidentschaft kommen deshalb virtuell 49 Außenminister zusammen. Zudem wird durch Diskussionsveranstaltungen ein breiter, digitaler Dialog der Zivilgesellschaft ermöglicht. Im Mittelpunkt stehen konkrete Wege zur Vertiefung der Zusammenarbeit.


Für eine nachhaltigere Wirtschaft und freien Handel

Sowohl Lateinamerika, die Karibik als auch Europa sind schwer von der Covid-19-Pandemie und ihren sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen getroffen. Der notwendige wirtschaftliche Wiederaufbau nach Überwindung der Krise soll als Chance verstanden werden, eine nachhaltigere Wirtschaft zu schaffen im Sinne des „building back better“. Der Aufbau resilienter Wirtschaften beruht auch auf fairem, regelbasierten und nachhaltigen Handel und ebensolchen Investitionsbedingungen. Und dies kann nur gelingen, wenn auch Fragen des Klimawandels und der Biodiversität beim Wiederaufbau berücksichtigt werden.

Die Außenminister tauschen sich deshalb über innovative Finanzierungsmechanismen und Investitionen in grüne Technologien aus. Hierfür hat die EU ein grünes Investitionsprogramm LAGREEN aufgesetzt, an dem auch die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau beteiligt ist. Ein Pilotprojekt ist die Wasserstoffpartnerschaft mit Chile. Dort wird bereits mit Unterstützung Deutschlands eine Anlage zur klimaneutralen Energieproduktion aufgebaut. Die EU unterstützt zudem kleine und mittlere Unternehmen  in Lateinamerika und der Karibik mit 33 Millionen Euro dabei, grüner und nachhaltiger zu werden.

Ein weiteres Anliegen ist die verbesserte digitale Anbindung der beiden Kontinente. Ein wichtiger Schritt wird die Fertigstellung des transatlantischen Tiefseekabels BELLA (Building Europe Link to Latin America) im kommenden Jahr sein, das Portugal mit Brasilien verbinden wird. 

Lateinamerika-Initiative

Mit mehr als zwanzig Amtskolleginnen und –kollegen gab Außenminister Heiko Maas am 28. Mai 2019 den Impuls für eine neue Lateinamerika-und Karibik-Initiative. Das gemeinsame Ziel: die Bindungen zwischen Europa und Lateinamerika und der Karibik stärken. Im Rahmen der Konferenz diskutierten 1000 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über kulturelle und wirtschaftliche Kooperation. Zudem wurde das Frauennetzwerk „Unidas“ gegründet, das sich für gleich Chance für Frauen und Männer einsetzt.

Das heutige Treffen der Außenminister reiht sich auch in diese Initiative ein. Dabei bestimmte in den vergangenen  Monaten die Covid-19-Krise die politische Agenda. Die EU unterstützt Lateinamerika und die Karibik bei der Bekämpfung der Pandemie, u.a. durch die Bereitstellung von 1,7 Mrd. Euro aus der EU-Notfallhilfe.

Mehr Informationen

Gemeinsame Erklärung

Grußwort des Ministers

Links zu den Side-Events

Startschuss für die Lateinamerika-und-Karibik-Initiative

Artikel zur Hilfe für LAK in der Covid-19-Pandemie


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