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Die deutsche Staatsangehörigkeit

Artikel

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt

Deutsche Pässe werden nur deutschen Staatsangehörigen ausgestellt.

Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erfolgt entweder automatisch oder durch Einbürgerung.

Die deutsche Staatsangehörigkeit wird in der Regel durch Abstammung erworben. Die deutsche Staatsangehörigkeit kann u. a. automatisch durch Geburt erworben worden sein, bei

  • Geburt als eheliches Kind eines deutschen Vaters oder als nichteheliches Kind einer deutschen Mutter ab 1914,
  • Geburt als eheliches Kind mit einem deutschen Elternteil
    (Vater oder Mutter) ab 01.01.1975,
  • Geburt als nichteheliches Kind eines deutschen Vaters ab 01.07.1993,
    wenn eine wirksame Anerkennung der Vaterschaft vorliegt.

Die durch Geburt erworbene deutsche Staatsangehörigkeit kann später auch verloren worden sein, wenn auf Antrag eine andere Staatsangehörigkeit erworben wurde (z. B. wenn der Vater vor der Geburt seiner Kinder in Mexiko eingebürgert wurde).

Merkblatt zu § 4 Abs. 4 S. 1 Staatsangehörigkeitsgesetz

Wichtiger Hinweis für Deutsche, die nach dem 01.01.2000 im Ausland geboren sind:
Die Kinder dieser Personen erwerben die deutsche Staatsangehörigkeit nicht mehr automatisch, sondern nur durch Eintragung in ein deutsches Geburtenregister innerhalb eines Jahres nach Geburt.

Informationen zur Geburtsanzeige finden Sie hier

Antrag auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit

Der Antrag auf Feststellung der Staatsangehörigkeit kann über die Botschaft gestellt werden. Die Prüfung erfolgt durch das Bundesverwaltungsamt in Köln.

Dem Antrag sind sämtliche Unterlagen, die Rückschlüsse auf den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit zulassen, beizufügen:

  • Geburtsurkunden des Antragstellers, der Eltern und Großeltern, evt weiterer Vorfahren
  • Heiratsurkunde der Eltern, Großeltern etc. des Antragstellers
  • eventuelle alte deutsche Reisepässe, FM 2, der Person,die nach Mexiko eingewandert ist,
  • eine Bescheinigung der SRE, dass eine Einbürgerung in Mexiko
    nicht erfolgt ist (bzw. wann sie erfolgt ist)

Alle mexikanischen Urkunden müssen mit einer Apostille versehen sein und durch einen öffentlich zugelassenen Übersetzer übersetzt sein.

Hinweis: Zur Einreichung des Antrags sind die deutschsprachigen Formulare in deutscher Sprache auszufüllen (die zur Verfügung gestellten spanischsprachigen Versionen sind lediglich als Ausfüllhilfe gedacht).

Merkblatt zur Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit

Antrag auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit für Volljährige

Antrag auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit für Minderjährige

Information über deutsche Vorfahren


Einbürgerungen in Deutschland

Grundsätzlich werden nur Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben, eingebürgert.

Ehemalige Deutsche, denen zwischen dem 30.01.1933 und dem 08.05.1945 die deutsche Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen wurde, können sich wieder auf ihre deutsche Staatsangehörigkeit berufen. Wenn sie im Ausland leben, können sie bei der deutschen Botschaft einen Einbürgerungsantrag stellen (Art. 116 II GG).
Dies gilt auch für ihre Abkömmlinge, wenn diese die deutsche Staatsangehörigkeit durch Abstammung erworben hätten.

Ansonsten ist die Einbürgerung ehemaliger Deutscher mit Wohnsitz im Ausland nur dann möglich, wenn ein öffentliches Interesse an der Einbürgerung besteht (§ 13 StAG).

Andere im Ausland lebende Ausländer werden nur in ganz seltenen Ausnahmefällen eingebürgert, wenn es ausnahmsweise trotz ihres Wohnsitzes im Ausland für Deutschland vorteilhaft ist, sie einzubürgern (besonderes öffentliches Interesse). Es müssen außerdem besondere Bindungen zu Deutschland bestehen. Private Interessen werden lediglich nachrangig berücksichtigt.
Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es eine erleichterte Einbürgerung für vor dem 01.01.1975 geborene eheliche Kinder, deren Mutter Deutsche war (aber der Vater Ausländer) gemäß § 14 StAG.

Mehr Informationen dazu im Merkblatt

Einbürgerung in Mexiko

Deutsche Staatsangehörige, die auf Antrag eine fremde (hier: mexikanische) Staatsangehörigkeit erwerben, ohne in Besitz einer Beibehaltungsgenehmigung zu sein, verlieren damit automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit.

Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit bei Einbürgerung in Mexiko (häufig gestellten Fragen)

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