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Deutsch-Französische Menschenrechtspreis "Gilberto Bosques"

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Im ersten Jahr der Verleihung des Deutsch-französischen Menschenrechtspreises "Gilberto Bosques" wurde am 25. September 2013 Fray Tomás González Castillo, Direktor des Migrantenwohnheims "La 72", geehrt.

Im ersten Jahr der Verleihung des Deutsch-französischen Menschenrechtspreises "Gilberto Bosques" wurde am 25.September 2013 Fray Tomás González Castillo, Direktor des Migrantenwohnheims "La 72", geehrt. Lobende Erwähnungen erhielten Lic. Felícitas Martínez-Solano, die regionale Koordinatorin der Bürgerpolizei in San Luis Acatlán, und die Organisation Código-DH.

Menschenrechte sind die Grundlage für ein gemeinsames Engagement von Deutschland, Frankreich und Mexiko auf internationaler Ebene, so begrüßten die Botschafter Frankreichs und Deutschlands in Mexiko, Mrs. Elisabeth Beton Delègue und Dr. Edmund Duckwitz, die Gäste der Veranstaltung, die im Ausschuss für Menschenrechte des Mexiko-Stadt (CDHDF) im Beisein seines Präsidenten, Dr. Luis González Placencia, stattfand.

Ausgelobt anlässlich des fünfzigsten Jahrestages des Elysée-Vertrages, soll diese Auszeichnung Persönlichkeiten, Gruppen und Organisationen erkennen und auszeichnen, die bei der Förderung und Verteidigung der Menschenrechte, Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit - Werte, für die Gilberto Bosques steht - gezeigt haben.

Generalkonsul seines Landes in Frankreich von 1939 bis 1944, hat Gilberto Bosques Tausenden von Menschen geholfen, den Verfolgungen in Europa zu entkommen, indem er ihnen Wohnort und Staatsangehörigkeit in Mexiko anbot. Als Hommage an die humanitäre Arbeit des mexikanischen Diplomaten, beschlossen die Botschaften Frankreichs und Deutschlands, dem Menschenrechtspreis seinen Namen zu geben.

"Bosques zeigte mit seiner Intervention in diesen schwierigen Zeiten und unter Gefährung seines eigenen Lebens, großen Mut und einen großartigen humanitären Sinn gegenüber denen, die Opfer der Unterdrückung und Verfolgung waren", erinnerte der Botschafter Deutschland.

"Wie Gilberto Bosques, engagieren sich viele Männer und Frauen jeden Tag, in jedem unserer Länder, für die Schwachen, die"Verletzbaren, die Stummen, und helfen ihnen in ihrem Kampf, ihre Würde zu wahren", sagte die Botschafterin Frankreichs.

"Der Preis wurde Fray Tomás González Castillo für seinen konstanten und unermüdlichen Einsatz für die zentralamerikanischen Migranten, die Mexiko in Richtung der Vereinigten Staaten durchqueren, verliehen", sagten die beiden Botschafter. Sie würdigten zudem Felícitas Martínez-Solano, für ihr Eintreten für die indigenen Frauen im Bundesstaat Guerrero und die Organisation „Código-DH“, für ihren Einsatz für Menschenrechte in der öffentlichen Politik im Bundesstaat

Oaxaca sowie für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern. Im Gespräch mit den Menschenrechtsverteidigern informierten sich die Botschafter über die humanitäre Lage in den von Hurrikan Miguel betroffenen Gebieten Südmexikos. Die Aktivisten warben eindringlich um Unterstützung vor allem für abgelegene indigene Siedlungen, in denen bisher kaum Humanitäre Hilfe angekommen sei. In diesen Regionen lebten die ärmsten Bevölkerungsgruppen Mexikos, denen nun infolge der Stürme die Lebensgrundlage gänzlich entzogen worden sei.

Fray Tomás und Mitstreiter für die Rechte von Migranten erläuterten die aktuelle Situation insbesondere von Mittelamerikanern auf ihrem Weg in die USA. Deren Bedrohung durch Menschenhändler der Organisierten Kriminalität habe keineswegs nachgelassen. Die Zahl der Verschwundenen, über deren Verbleib keinerlei Informationen vorlägen, bleibe außerordentlich hoch.

Botschafter Dr. Duckwitz dankte Dr. Luis González Placencia, dem Präsidenten der CDHDF, ausdrücklich für sein Engagement für die Menschenrechte und die gute Zusammenarbeit.

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